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Wasserstoff ist unser Metier – seit über 30 Jahren.

Das Internet war noch nicht erfunden, Robert Habeck war noch Schüler und Elektrofahrzeuge gab es vor allem auf der heimischen Carrera-Bahn im Hobbykeller: Im Jahr 1986 war die Welt noch eine ganz andere. Doch auch damals war fundiertes Know-how im Umgang mit Wasserstoff sehr gefragt – zum Beispiel von unserem Kunden und Spezialchemie-Hersteller Cabot.

Der Anwendungsfall
Für das Unternehmen haben wir bereits im Jahr 1986 die ersten Ventile für eine industrielle H2-Thermoprozess-Anwendung geliefert. Oder genauer: Sicherheitsabsperrventile für die sichere Wasserstoff-Verwendung bei der Produktion von pyrogener Kieselsäure.

Zum Einsatz kamen dabei mehrere Ventilkombinationen bestehend aus zwei stromlos geschlossenen Hauptventilen mit Elektro-Pneumatik-Antrieb sowie einem stromlos offenen Entlüftungsventil mit Elektromagnetantrieb. Selbstverständlich baumustergeprüft. Für die Inbetriebnahme im Jahr 1986 haben wir acht Ventilkombinationen geliefert. 1997, 2001 und 2002 folgten dann zusätzliche Erweiterungsstufen, die jeweils aus zwei Ventilkombinationen bestanden.

Die Herausforderung
Aufgrund des langjährigen Betriebs war zu erwarten, dass die einzelnen Ventilkomponenten mit der Zeit Wasserstoff aufnehmen – angefangen beim drucktragenden Ventilgehäuse über den drucktragenden Distanzring und die Ventilspindel bis hin zur Spindelführung.

Die Lösung
Es wurden umfassende Prüfungen der Komponenten durchgeführt. Die letzte im Jahr 2021. Dabei haben wir zwei Ventile aus der Erstlieferung aus dem Jahr 1986 für eine Bauteilanalyse ausgebaut und dem Kunden kostenlos neue Ventile zur Verfügung gestellt. Die ausgebauten Ventilbauteile, die mit H2 in Kontakt standen, wurden in einem DAkks-akkreditierten Werkstoffprüflabor auf Veränderungen des Werkstoffgefüges und der Eigenschaften geprüft.

Das Ergebnis
Die Analyse des akkreditierten Prüflabors hat gezeigt, dass die Ventilbauteile zwar H2 aufgenommen haben, aber selbst nach 37 Jahren noch voll einsatzfähig sind. So zeigten sie keine betriebsbedingten Gefügeveränderungen auf. Es wurde eine sachgerechte Gefügeausbildung ohne Auffälligkeiten nachgewiesen. Und auch die Härtewerte und Zugfestigkeiten waren normgerecht.

Fazit
Das Fallbeispiel illustriert zum einen unsere jahrzehntelange Expertise im Bereich der Wasserstoff-Anwendungen. Zum anderen unterstreicht es aber auch die Qualität, Sicherheit und Langlebigkeit unserer Produkte. Wasserstoff ist eben unser Metier – und zwar seit über 30 Jahren.

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